Der GermanZero-Klimaplan, um Deutschland bis 2035 klimaneutral zu machen.
Der Sektor Energie.

Mit Wind und Sonne fossil-frei werden

Die wichtigsten Maßnahmen bei der Begrenzung der Klimaerhitzung sind Energieeinsparung, Energieeffizienz und die rasche und weitgehende Umstellung aller Sektoren auf 100 Prozent erneuerbare Energien: Verkehr, Heizen, Strom – die gesamte Energie, die wir nutzen, muss zukünftig aus erneuerbaren Energien stammen. Deutschland war lange Zeit vorbildlich in der Entwicklung der erneuerbaren Energien, produziert jedoch immer noch 79 Prozent seiner gesamten Energie mit Öl, Gas oder Kohle.

Die gute Nachricht ist, dass die Kosten für erneuerbare Energien und effiziente Technologien immer weiter fallen. In vielen Fällen sind sie schon heute günstiger als der Einsatz fossiler Energieträger und herkömmlicher Technologien. Windenergie und Photovoltaik müssen so schnell wie möglich weiter ausgebaut werden. Parallel dazu müssen wir zügig aus der Nutzung von Kohle und später auch Erdöl und Erdgas aussteigen.

"Wir von German Zero helfen mit Klimaplan und 1,5-Grad-Gesetz den Bürgerinnen und Politikern bei dieser Menschheitsentscheidung." (Heinrich Strößenreuther, Vorstand German Zero)

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CO2-neutraler Strom ist der Schlüssel zur Klimawende

Strom aus erneuerbaren Energien wird in Zukunft in deutlich größeren Mengen benötigt werden, um klimaneutrale Energie für die Wärmeversorgung (u. a. Wärmepumpen) und den Verkehrssektor (u. a. Elektromobilität) bereitzustellen, und um mithilfe von Strom Wasserstoff als Energiespeicher und Rohstoff für chemische Prozesse zu produzieren. Der Ausbau der erneuerbaren Energien muss diesen zusätzlichen Bedarf mit abdecken.

Damit all das bis 2035 gelingen kann, müssen wir viel Energie in Industrie, Haushalten und Verkehr sowohl sparen als auch viel klüger nutzen – zum Beispiel immer dann, wenn es Überschüsse gibt: neben Windenergie- und Photovoltaikanlagen sind Energiespeicher und Stromnetze auszubauen. Deutschland kann theoretisch seinen eigenen Energiebedarf weitgehend mit in Deutschland erzeugten erneuerbaren Energien abdecken. Ergänzend können wir, wie schon heute, Energie importieren. Diese kann einerseits als Strom aus Speicherkraftwerken in Skandinavien und aus Solarfeldern in Südeuropa kommen. Andererseits können Wasserstoff und synthetische Energieträger (z.B. E-Treibstoffe) importiert werden. Dafür müssen wir Partnerschaften mit potenziellen Lieferländern schließen und die notwendigen Infrastrukturen schaffen.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick zu den erforderlichen Energiemengen, Energieimporten und zur erforderlichen installierten Leistung an Windenergie und Photovoltaik aus aktuellen Energieszenarien. Wie viele Windräder und Photovoltaikanlagen aufgestellt werden müssen, hängt davon ab, in welchem Maße Energie eingespart wird und in welcher Menge klimaneutrale Kraftstoffe importiert werden.

Die Studien zeigen: Um den Energiebedarf zu decken, brauchen wir im Vergleich zu heute die drei- bis siebenfache installierte Leistung an Windkraft und Photovoltaik wie heute. Soll bereits 2035 der gesamte Energiebedarf durch erneuerbare Energien gedeckt werden, ist ein jährlicher Zubau an Windenergie und Photovoltaik von insgesamt 13 bis 40 GW erforderlich. Keine Frage, das ist eine große Herausforderung – aber technisch möglich. Zum Vergleich: Die bisher innerhalb eines Jahres maximal realisierten Zubauraten betrugen 8 GW bei Photovoltaik, 5 GW bei Windenergie an Land und 2 GW bei Windenergie auf See.

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