GermanZero hilft mit Klimaplan, 1,5-Grad-Gesetz und Mobilisierung der Politik bei dieser Menschheitsentscheidung.
Unser Vorgehen.

Wie soll die Umsetzung funktionieren?

Wir müssen jetzt handeln, um das Schlimmste noch zu verhindern! Wir werden nicht länger hinnehmen, dass wir unseren Wohlstand und die Zukunft unserer Kinder zerstören.

Man kann leider nicht erwarten, dass die derzeitige Bundesregierung und die Bundestagsabgeordneten plötzlich das 1,5-Grad-Ziel ernst nehmen und eine verbindliche Politik der Klimaneutralität bis 2035 umsetzen. Selbst das überschaubare Ziel der um 40 Prozent reduzierten Emissionen bis 2020 wurde wegen Nichterreichung einfach gestrichen. Es gibt lediglich kosmetische Korrekturen, aber keine Anzeichen für die erforderliche Wende.

Unser Vorgehen

Die Klimakrise wartet nicht auf uns. Und wir warten auch nicht mehr auf das Handeln anderer. Stattdessen kümmern wir uns jetzt um unsere Zukunft, nehmen diese in die Hand und sorgen für das 1,5-Grad-Gesetzespaket.

Nach der Bundestagswahl im Herbst 2021 ist der neue gebildete Bundestag spätestens 2022 gefordert, ein Gesetz zum konsequenten Schutz des Klimas zu verabschieden. Alle Schritte nach 2022 sind zu spät. Die Folgen der Klimakrise werden dann katastrophal für Natur und Mensch ausfallen und vor allem unumkehrbar sein.

Bereits seit Jahrzehnten engagieren sich tausende Bürgerinnen und Bürger, hunderte Verbände und Vereine gegen die Zerstörung unserer Erde und damit unserer Lebensgrundlagen. Jüngst kamen die Hambacher-Forst-Bewegung, Fridays for Future und Extinction Rebellion dazu. Ihnen allen gebührt Dank und Respekt der gesamten Gesellschaft.

Aber für unsere gemeinsame Zukunft braucht es eine zusätzliche Kraft, die eine neue Wucht entfaltet, die die Mehrheit der Bevölkerung für den letzten Anlauf zur Rettung des Klimas gewinnt und damit der Politik den Rücken für die richtigen Entscheidungen stärkt. Teil diese Kraft sind wir. Was wir jetzt anschieben, ist Demokratie von unten. Wir werden gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürger selbst das 1,5-Grad-Gesetzespaket zum Schutz des Klimas erarbeiten. Wir werden den Parteien, Politikerinnen und Politikern helfen, ihr Versprechen zur Begrenzung auf 1,5 Grad des Pariser Klimaschutzabkommens einzuhalten. Wir helfen Tausenden von Bürgerinnen und Bürgern, ihre Bundestagsabgeordneten davon zu überzeugen, Verantwortung für unsere Zukunft zu übernehmen und für das 1,5-Grad-Gesetz zu stimmen.

Denn wenn wir nicht jetzt Politik und Medien gründlich, aber respektvoll und mit überzeugenden Argumenten zum Handeln bringen, werden unsere Kinder und Enkel uns in drei Jahrzehnten eine unangenehme Frage stellen: Warum sind wir nicht mit all unseren Möglichkeiten aktiv geworden, als wir es noch konnten? Wir klären auf und bilden fort, von Jung bis Alt, Kinder und Omas, Jugendliche und Studierende, Handwerkerinnen und Manager über die galoppierende Klimakrise, unser verbleibendes letztes kurzes Zeitfenster der politischen Entscheidungen.

Darum werden Sie Teil dieser neuen Bewegung und helfen Sie mit, unterstützen Sie uns durch Ihre ehrenamtliche Mitwirkung, finanziell mit einer Spende oder als Multiplikator*in mit Reichweite.

Für diese Menschheitsaufgabe brauchen wir die Besten der Besten: Mit Engagement, Reichweite, Haltung und Spenden. Denn wenn es Deutschland schafft, schaffen wir es auch global. Unsere Einladung steht, helfen Sie mit!

Heinrich Strößenreuther, Vorstand GermanZero

Jetzt: GermanZero

Basis für den Erfolg ist unsere Vorgehensweise in drei Schritten: einem Klimaplan, der in einem intensiven Austausch mit wissenschaftlichen Fachleuten erarbeitet wurde, einem entsprechenden Gesetzespaket und einem darauf zugeschnittenen Kampagnenplan.

2020: das Gesetzespaket

Ein 1,5-Grad-Gesetz sorgt für klare Verhältnisse: für oder gegen die Zukunft unserer Kinder, für oder gegen den Erhalt unserer Zivilisation, für oder gegen Klimaschutz. Diese Entscheidung werden wir zuspitzen, sodass sich ihr niemand mehr entziehen kann.

Das Gesetzespaket beinhaltet drei Komponenten:

1. Staatsziel Klimaneutralität

In den ersten 20 Artikeln des Grundgesetzes ist die Klimaneutralität als Grundrecht festzuschreiben. Kein anderes Gesetz und kein staatliches Handeln darf diesem Grundrecht zuwiderlaufen.

2. Fossile Steuern

Mit Steuern umsteuern - Steigen die Preise für Öl, Gas und Kohle, werden wir an der Ladentheke einfacher entscheiden können: billig für klimafreundlich, teuer für klimaschädlich. Auch die Wirtschaft wird automatisch auf saubere Produktion und Produkte umsteigen, wogegen klimaschädliche Angebote zum Ladenhüter werden. Innovative Technologien und Lösungen werden aufblühen und die richtigen Investitionen und Erfindungen werden für Wohlstand sorgen.

Die durch eine CO2-Bepreisung erzielten Steuereinnahmen wirken außerdem als wichtiger Hebel auf dem Weg zur Klimaneutralität. Mit ihnen lässt sich die Wende in Schlüsselbereichen wie Verkehr, Energie oder Landwirtschaft ausreichend schnell finanzieren. Soziale oder strukturelle Benachteiligungen, die dabei entstehen, werden ausgeglichen. Es geht um einen fairen Klimaschutz für alle. Es wird Änderungen im Mobilitätsverhalten, beim Energieverbrauch und Konsum geben.

Nicht zuletzt bietet uns die CO2-Bepreisung die Chance, dass sich der ehemalige Export-Weltmeister Deutschland wieder zum weltweiten Vorreiter für einen neuen, klimaneutralen Aufschwung entwickelt. Nur wenige andere Länder auf der Welt verfügen noch über eine weitgehend intakte Demokratie und eine ähnlich starke Zivilgesellschaft wie Deutschland - und damit über die besten Voraussetzungen zum Handeln. Als viertgrößte Volkswirtschaft der Welt stellt sich uns diese Chance und Verpflichtung zugleich. Wenn sich Deutschland bewegt, werden weltweit Nachahmer folgen.

3. Bestehende Gesetze neu ausrichten

Für den Umstieg unserer Wirtschaft und Gesellschaft hin zur Klimaneutralität müssen wir in unserer Demokratie zahlreiche Einzelgesetze ändern, die zum Beispiel eine Verkehrswende in Land und Stadt, eine forcierte Energiewende oder Zuschüsse für klimaneutrale Heizungen und zahlreiche weitere Maßnahmen regeln. Dafür müssen in bestehenden Gesetzen strategische Stellschrauben verändert werden: Die Innovationskraft ganzer Industriezweige wollen wir auf das neue Klima-Wirtschaftswunder ausrichten. Wir wollen den Bürgerinnen und Bürgern klimafreundliches Verhalten leichter machen.

Diese Gesetzesinnovationen entstehen aus der Zusammenarbeit von Bürgerinnen und Bürgern. Für jedes Thema identifizieren wir Stakeholder, die von Handeln und Nicht-Handeln betroffen sind. In Workshops diskutieren sie Wege der Transformation für ihren Sektor, nehmen die Perspektive der Anderen ein und entwickeln damit sowohl die Bereitschaft zur Veränderung als auch die konkreten Maßnahmen. Diese werden dann von juristischen Fachleuten in Gesetzesänderungen übersetzt. Am Ende steht unser Vorschlag: ein großes Klimagesetz, das schnell, wirksam und fair eine Vielzahl von Regelungsbereichen neu ausrichtet.

2020/21: die Bottom-up-Bewegung

Dieser Gesetzentwurf aus Bürgerhand wird im Herbst 2021 an die Politik kommuniziert: Zehntausende Mitwirkende in Kommunen und Wahlkreisen übermitteln das Bürgerklimagesetz an alle Bundestagsabgeordneten und -kandidierenden – persönlich und nachdrücklich. Am Ende wird es für jede Abgeordnete und jeden Abgeordneten eine einfache „Ja oder nein?”-Frage sein, zu der er oder sie sich bekennen müssen: Ja oder nein zu unserer Zukunft und einer lebenswerten Erde für kommende Generationen.

2022: Verankerung wirksamer Klimaregeln durch die kommende Bundesregierung

Nach der nächsten Bundestagswahl besteht im Frühjahr 2022 die erste und letzte Chance für umfassende klimapolitische Entscheidungen, die für ein klimaneutrales Deutschland 2035 sorgen und damit die UN-Verträge für das 1,5-Grad-Ziel einhalten. Dann muss unser Vorschlag verabschiedet werden – alles, was später kommt, riskiert weitere unabwendbare Klimakipppunkte und damit eine Klimakatastrophe, die sich verselbständigt und die wir Menschen nicht mehr in den Griff bekommen können.

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